Historische Dampfzug-Fahrt
Die Furka-Bergstrecke (DFB) ist eine grösstenteils ehrenamtlich betriebene Museumsbahn, die den Furkapass zwischen Realp in Uri und Oberwald im Wallis teilweise mit Zahnradlokomotiven überquert. Sie liegt auf 2.160 Metern Höhe und ist ein ehemaliger Gebirgsabschnitt der Furka-Oberalp-Bahn (FO), der nach dem Bau des Furkatunnels stillgelegt wurde. Der Verein Furka-Bergstrecke hat die Strecke schrittweise wieder in Betrieb genommen, zunächst ausschliesslich mit Dampflokomotiven. Die vollständige Instandsetzung der Strecke erfolgte 2010. Die fast 18 Kilometer lange Furka-Bergstrecke ist damit die längste betriebene, nicht elektrifizierte Bahnstrecke der Schweiz. Sie ist ausserdem nach der Berninabahn der zweithöchste Bahnübergang Europas. Der Abschnitt bei Uri ist zudem die höchstgelegene Bahnstrecke der Zentralschweiz.
Dieser Streckenabschnitt stellte für die Bundesbahn (FO) stets eine erhebliche betriebliche Schwierigkeit dar, da er aufgrund seiner Höhenlage im Winter aufgrund von Schnee und Eis grösstenteils unpassierbar war. Daher wurde er stillgelegt und ein Tunnel gebaut. Dies bereitet dem Deutschen Bundesverband (DFB) weiterhin Kopfzerbrechen, da die Strecke jedes Jahr gesperrt und wiedereröffnet werden muss – ein kostspieliges Verfahren, das den Abbau und die Ersetzung einer speziell faltbaren Transportbrücke erfordert, die andernfalls jedes Jahr durch den Schnee beschädigt würde.
Auch der Wiederaufbau der Strecke verlief nicht ohne neue Schwierigkeiten. Auf einem Abschnitt, der eine stark befahrene Hauptstrasse überqueren muss, ist die Zahnstange über der Straße einziehbar und wird per Funk an den Lokomotiven gleichzeitig mit den Schranken angehoben. Ein weiterer Abschnitt, der durch ein bewaldetes Naturschutzgebiet führt, musste mit einer Sprinkleranlage ausgestattet werden, die vor und nach der Zugdurchfahrt in Betrieb geht und ebenfalls per Funk gesteuert wird. Relais ermöglichen es dem System, sich entlang des Streckenabschnitts kaskadierend nach oben oder unten in Fahrtrichtung des Zuges zu bewegen, um Wasser zu sparen, das aus natürlichen Wasserquellen in der Nähe des höchsten Punktes der Strecke stammt.
